Das follikelstimulierende Hormon (FSH) ist bei der Frau für die Eizellreifung verantwortlich. Der FSH-Wert sagt demnach etwas über die restliche Anzahl der Eizellen in den Eierstöcken aus.

Desto kleiner der FSH-Wert ist, desto mehr stimulierbare Eizellen sind in den Eierstöcken enthalten. Der FSH-Wert liegt normalerweise zwischen 3 und 10.

Den FSH-Wert erhält man durch die Analyse einer Blutprobe, die am zweiten oder dritten Tag der Regelblutung abgenommen wird. Der Grund hierfür ist, daß der FSH-Spiegel im Blut sich im Laufe des Menstruationszyklus sehr verändert. Der FSH-Wert ist vom Östrogenspiegel im Blut abhängig. Der Östrogenwert (Östradiol) muß weniger als 0,2 nmol/l (45 pg/ml) betragen, damit man dem FSH-Wert trauen kann. Deshalb werden die FSH- und Östrogenwerte immer gleichzeitig gemessen.

Auch das Alter der Frau beeinflusst die Anzahl der Eizellen in den Eierstöcken. Deshalb kann eine Hormonstimulation einer jüngeren Frau mit einem hohen FSH-Wert erfolgreich sein, wohingegen man bei Frauen über 40 mit einem FSH-Wert über 10 in der Regel nicht sehr viele Eizellen stimulieren kann. In dem Fall entscheiden wir auf Grund einer individuellen Beurteilung, ob wir ein Behandlungsverfahren anbieten können.